Tropfkörper

SESSIL® und BIO-NET® unterstützen Tropfkörperanlagen. Sie sind einsetzbar in
industriellen und kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen und gewährleisten
niedrige Schlammentsorgungskosten durch geringere Überschussschlammproduktion.
Die Biomasse schwemmt bei hydraulischen Stößen nicht aus, da sie auf dem Träger-
material fixiert ist. Das Tropfkörperverfahren hat den besonderen Vorteil, dass es mit
wenig regelungstechnischem Aufwand auskommt und somit die Kosten für die
Installation und regelmäßige Wartung der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik auf
ein Minimum reduziert werden. So können zum Beispiel für die Messung des
Betriebsgewichtes bei SESSIL® Tropfkörpern einfache und robuste mechanische
Systeme anstelle von elektronischen Messsystemen zum Einsatz kommen. Das Verfahren
hat zudem den Vorteil, daß die Anforderungen an die technische Ausbildung
des Betreiberpersonals verringert werden können.

Durch den Einsatz von Druckbelüftungssystemen in Belebungs- und SBR Anlagen entstehen jährlich sehr hohe Energiekosten, die sich über die Laufzeit der Anlage summieren und die Baukosten schnell übersteigen. Bei Tropfkörpern entfallen diese Kosten, da aufgrund des Kamineffektes im Tropfkörper eine natürliche Belüftung stattfindet.
Im Idealfall wird dem Tropfkörper das Abwasser im freien Gefälle zugeführt, wodurch zusätzlich die Energiekosten für den Betrieb der Beschickungspumpen entfallen.
Durch den Wegfall der Notwendigkeit einer künstlichen Belüftung ergibt sich darüber hinaus eine sehr hohe Anlagenverfügbarkeit bei Unregelmäßigkeiten in der Energieversorgung, denn die Mikroorganismen in der Abwasserreinigung überstehen deutlich längere Perioden ohne Nahrung als ohne Sauerstoff.

- SESSIL® und BIO-NET® sind als Trägermaterial einsetzbar
- Statische Auslegung nach DIN-Vorschrift
- Kostengünstige Sanierung bestehender Tropfkörperanlagen ist möglich
Getauchtes Festbett

Das Verfahren des getauchten Festbettes findet verstärkt Anwendung in der industriellen und kommunalen Abwasserreinigung.
Es bietet, wie auch das Tropfkörperverfahren, den Vorteil einer geringeren Überschussschlammproduktion, sowie einer sehr kompakten Bauweise aufgrund der Fixierung aktiver Biomasse auf einem Trägermaterial. Hierdurch weist das Verfahren deutliche Vorzüge gegenüber dem Belebungs- und SBR Verfahren auf. Insbesondere beim getauchten Festbett ist die Eliminierung schwer abbaubarer Abwasserinhaltsstoffe aufgrund der auf dem Trägermaterial fixierten, spezialisierten Biomasse denkbar einfach.
Die größte Herausforderung bei Anlagen mit getauchtem Festbett liegt im Vermeiden des Verstopfens des Festbettmaterials und der Verhinderung des damit einhergehenden Verlustes von aktiver Oberfläche. Ein Verstopfen kann unter anderem folgende Ursachen haben:
- Die Wahl einer zu großen spezifischen Oberfläche in Bezug auf die vorliegende Raumbelastung der Anlage
- Ein schlechter Schlammaustrag aus dem Trägermaterial aufgrund fehlender senkrechter Struktur oder fehlender vollständiger dreidimensionaler Durchströmbarkeit
Hier liegen die besonderen Vorteile von SESSIL® und BIO-NET®, da beide Materialien einen optimalen Schlammaustrag gewährleisten.
Besonders SESSIL® weist mit seiner Struktur aus zusammengefassten Folienstreifen eine Sicherheit gegen Verstopfen auf, welche im Bereich der Festbettmaterialien einzigartig ist.
- Zur Sauerstoffversorgung der Biomasse wird eine Belüftungseinrichtung unterhalb des Trägermaterials installiert
- Festbetteinheiten sind optimal an die Beckengeometrie anpaßbar
- Kaskadenförmige Bauweise, mit einzelnen oder mehreren Becken, in die das Trägermaterial fest eingebaut wird
- Kurze Montagezeiten durch vorgefertigte Elemente
- Kompakte und platzsparende Bauweise
BIO-NET® als Festbetteinheit in Käfigbauweise mit integrierter Belüftung. Die Einheit läßt sich mittels Kran aus dem Becken herausheben.

Die Festbetteinheit besteht aus der Unterkonstruktion, der Auftriebssicherung und dem Trägermaterial. Unterhalb der Festbetteinheiten ist die Belüftungseinrichtung angeordnet.